Flexibilität im Verteilnetz
Flexibilität im Verteilnetz:
ein IBT Thema seit 2008.

In seiner Rolle als Leiter der technischen Standardisierung von LonMark International war Christoph Brönnimann bereits in den 0-er Jahren mit dem Thema Flexibilität im Verteilnetz konfrontiert. So konnte er sich in einer beobachtenden Rolle an den Versuchen des Lawrence Berkeley National Lab Demand Response | Building Technology and Urban Systems Division (lbl.gov) beteiligen und mit der Suche nach gemeinsamen Datenmodellen beginnen.
Diese Suche spiegelt sich in der Publikation „Demand Response – new challenge“ wieder. Christoph Brönnimann gewann mit diesen Anstrengungen den „Visionary oft he Year 2009“ Award.
Sehr rasch wurde offensichtlich, dass eine Vielzahl von zu überwindenden Interessenskonflikten, kulturellen Differenzen und Verständnis-Hemmnissen überwunden werden mussten. Diese Erfahrungen führten Jahre später zur Gründung des Vereins SmartGridready in der Schweiz.
Erweiterung der Kampagne
Nach 3 jähriger Arbeit im internationalen Rahmen (u.a. IEC PC 118 „Smart Grid User Interface“, Interessierte wie OpenADR, KNX, NIST, IEEE, ZigBee Alliance, weitere) waren auf vielen Seiten Fronten aufgebaut. Während das National Institute of Standards (www.nist.gov) das Thema mit viel staatlicher Subvention vorantrieb, fühlten sich europäische Gremien angegriffen. In der Folge wurde der Brückenbauer, das IEC PC 118, im Januar 2019 aufgelöst.
Das Thema war durch zu viele unterschiedliche lokale Regulatoren blockiert. Neben der wirtschaftlichen-, standardisierungs- und technischen Ebene gab es eine regulatorische Ebene. Technisch war es klar, mit dem langsamen Investitionszyklus und der Systemrelevanz der elektrischen Netze muss eine Lösung technologieneutral sein. Die kalifornische Sunspec Alliance hat das als erste umgesetzt und ist heute, auf Basis des „uralten“ Modbus, der Taktgeber für die PV-Wechselrichter.
Engagement bei Verein SmartGridready
Am 29.3.2019 konnte der Verein SmartGridready gegründet werden. Das Hauptziel, dass sich Vertreter der Gebäudeindustrie (www.kgtv.ch) und der Verteilnetzbetreiber (Verein Smart Grid Schweiz (smartgrid-schweiz.ch) in einer gemeinsamen Organisation um das Thema einer Brückentechnologie zwischen Verteilnetz und Prosumer-Anlagen kümmern, war somit erreicht.
Christoph Brönnimann wirkte bis 2024 als Vizepräsident und technischer Leiter. Der Verein SmartGridready entwickelte in dieser Zeit die Architektur einer technischen Lösung, welche Datenmodelle über verschiedene Bus-Systeme kompatibel macht.
Der VSE berichtete im Bulletin 6/2021 über diese Arbeiten (Standard für SmartGrid) .
Die Leitungsfunktionen wurden schrittweise an die nächste Generation abgegeben. Seit 1.1.2026 fokussiert Christoph Brönnimann sein Engagement auf die Arbeit als IEC-Standardisierungs-Experte und damit im Zusammenhang stehende Mandate bei interessierten Firmen. Die SmartGridready OpenSource Entwicklung und die Erstellung der Schnittstellenbeschreibung in maschinenlesbarer Form unterstützt IBT weiter.